S25 Laufeventbericht

S25 Lauf in Berlin 2019 – Mein Erfahrungsbericht

Für mich ist der S25 Lauf nicht irgendeine Laufveranstaltung, die man am Wochenende mal auf die Schnelle macht, die schönen Erinnerungen im Kopf behält und sich der nächsten Herausforderung stellt. Für ich war es eine Rückkehr zu einem Event, an dem ich 2017 teilnahm und der damals zu meinen Anfangszeiten doch eine Nummer zu groß war. Die Strecke ist schnell, bietet zu Beginn einige Bereiche mit Gefälle und diese animieren leicht dazu, Vollgas zu geben. Die 25km Strecke ist nicht zu unterschätzen. Sie eignet sich gut für schnelle Läufe, dauert aber einen Tick länger als ein Halbmarathon und erfordert eine gute Laufeinteilung. 2019 erhielt ich meine zweite Chance, mich hier auf dieser Strecke zu bewähren und erzähle euch natürlich, wie es mir ergangen ist und welche Erfahrungen ich als Läufer mitnahm.

Der Morgen vor dem Lauf – optimales Frühstück und olympische Sportfeeling

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Das gilt nicht nur für. Den späteren Lauf, sondern auch im allgemeinen Alltag. Ein gesättigter Bauch, der mit den wichtigsten Lebensmitteln versorgt wurde, kann im späteren Tagesverlauf Geist und Körper zu Spitzenleistungen antreiben. Weniger das Was ist entscheidend, sondern das Wieviel. Das Frühstück bestand aus Wiener Würstchen mit Brot, Mozzarella – Tomatenscheiben sowie Müsli mit Quark, Obstsalat, Fruchtsaft und Joghurt. Hab als Snack noch einen Mix aus Nüssen (hier empfehle ich Kürbiskerne) mitgenommen. Mit dem Frühstück wurde der Körper zufriedengestellt. 

Der Gang zum Olympiastadion war die Rückkehr zum Ereignis, das mich über die wenigen Jahre meiner Laufaktivität prägte. Und doch hat der Ort eine magische Aura. Allein die Vorstellung, in das altehrwürdige Stadion zu laufen, sollte Motivation genug sein, hier sein Bestes zu geben. Um 10 Uhr ist Startschuss bei den Läufen. Neben dem 25km Lauf gibt es noch die Distanzen Halbmarathon, 10km und 5x5km Staffel. Platziert wurde ich im Bereich B2, dem Startblock für die Läufer mit einer Zeit von unter 2 Stunden für die 25km. Von Nervosität keine Spur und auch das Wetter war absolut traumhaft mit etwas Sonne, Wind und etwas Schatten bei etwas wärmeren Temperaturen.

Berlin Stadion

Der Startschuss beim S25 Lauf fällt und auf geht’s

S25 Start

Eingeplant habe ich für die ersten Kilometer wie bei den letzten Läufen eine kleine Einlaufphase mit einer etwas langsameren 4:xx min/km Pace.  Vom Startplatz vor dem Olympiastadion laufen wir vorbei am Theodor-Heuss-Platz Richtung Tiergarten. Mit 13,4 km/h die Stunde waren die ersten 5 Kilometer aber erstaunlicherweise schneller als sonst und beim späteren Check der Herzfrequenz war ich nicht mal annähernd im roten Bereich wie sonst vor einem Jahr. Vielleicht wird das mit ein wenig Training meine neue Durchschnittspace bei Wettkämpfen sein. Aber erstmal geht es darum, die Strecke ordentlich zu Ende zu laufen.

Vorbei am Tiergarten zum Brandenburger Tor und wieder zurück

Im Bereich zwischen 5 und 10km befindet sich der Tiergarten und kurz vor der 10km Marke befindet sich das Brandenburger Tor, das mich an den letzten Berliner Marathon erinnerte, den ich vor einem Jahr absolvierte. Ich bin immer noch gut in Form und konnte die Pace bis Kilometer halten. 10km in 45 Minuten erreicht und dabei nicht zu sehr Gas gegeben. Darauf kann man bei Langdistanzen aufbauen. Nach dem Lauf vorbei am Tor geht’s auch langsam wieder zurück. Wir laufen die Französische Straße entlang, biegen nochmals rechts rein in Markgrafenstraße und biegen im Anschluss in die Leipziger Straße rein. Ab da beginnt wieder die Rückkehr zum Olympiastadion. Die Rennstrecke wird ab Kilometer 15 noch ein wenig weiter ausgedehnt.

Die letzten 10 Kilometer – auf geht’s zum Kampf

Mehr als die Hälfte der Strecke habe ich nun hinter mich gebracht und nun wird’s Zeit einen Gang hochzuschalten. Zumindest bei Marathonstrecken ist der Streckenbereich zwischen Kilometer 15 und 25 eine hochspannende Laufphase. Wer hier sein Tempo konstant hält, wird auch alle folgenden Kilometer ohne große Probleme bewältigen können. Wir laufen den Kurfürstendamm entlang und nach einigen Kurven die Kantstraße. Die Halbmarathonzeit liegt bei rund 1:38h. Unter normalen Umständen würde ich die 25km mit Leichtigkeit unter 2 Stunden laufen. Aber irgendwie mag der Körper insbesondere in den letzten 3 Kilometern nicht mehr auf Hochtouren kommen und ich legte einen Gang zurück. Es geht wieder zurück zum Olympiastadion entlang der Reichstraße und dann die Olympische Straße entlang. Das Olympiastadion war in Sichtweite. Doch es sind noch etwas mehr als 1 Kilometer zu laufen. Wir laufen noch einen Umweg um das Stadion und dann wars fast soweit.

S25 Strecke in Berlin

Es ging noch mal durch die Garage, wo nochmal ordentlich Stimmung gemacht wurde. Und dann gings nochmal eine Runde auf der Tartanbahn. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon etwas k.o.! Als ich die Ziellinie endlich überquerte, beendete ich den Lauf in knapp 2:02 h. War zwar nicht mein bester Lauf. Aber ich war megahappy, dass ich diese Strecke zum Großteil mit Leichtigkeit bewältigt habe.

Fazit vom S25 Lauf

S25 Mit Medaille

Für mich war es sowas wie die Feuerprobe vor den schwierigen Läufen in den kommenden Monaten (Bergmarathon, Ultra Trail Events, Berlin Marathon und zwei Wochen später Marathon in Chicago). Und es war eine kleine Wiedergutmachung für den Lauf vor 2 Jahren, der bis heute zu meinen läuferischen Tiefunkten gehörte. Berlin, ich komme gern wieder.

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