Winterlaufserien als Vorbereitung zum Marathon 2019 – Erfahrungsbericht

Winterlaufserien als Vorbereitung zum Marathon 2019 – Erfahrungsbericht

Im Jahr 2019 steht mit dem Paris Marathon wieder eine große Hürde an und dafür musste ich im Winter noch härter trainieren als letztes Jahr. Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Marathonvorbereitung sich sehr am Trainingsplan orientiert. Doch wenn man draußen in der Dunkelheit seine Runden bei Minusgraden zieht, verfliegt schnell die Motivation. Und die Reise nach Paris war eher geprägt von Sightseeing-Touren mit großartigen Schnappschüssen und Videos während des Laufs. Das ist dieses Jahr nicht mehr eigeplant, dass ich mit Rucksack, GoPro, Knabbereien und all dem anderen Ballast ins Ziel trabe. Der Fokus wird allein auf den sportlichen Fokus gelegt.

Und dafür eignen sich die Winterlaufserien hervorragend. Neben der Münchner Winterlaufserie ist auch der Lauf ins Ismaning ein besonderes Erlebnis. Wie ich mich lauftechnisch verbessert habe und welche Eindrücke ich von den 3 Läufen bei den Winterlaufserien hatte, erfahrt Ihr hier.

Münchner Winterlaufserie 2018/19 – Erfahrungen

Der Olympiapark ist des Öfteren im Jahr einer der Startpunkte zu den wichtigen Läufen. Dazu gehören der Münchner Marathon, der Münchner Halbmarathon, der Wings for Life World Run und eben die Münchner Winterlaufserie. Die drei Läufe (10km, 15km, 20km) finden in der Regel auf der 5km-Strecke statt, den man mehrmals durchlaufen muss. Obwohl das Wetter nicht immer so mitspielte, wie ich mir das gewünscht habe, stellten die Läufe große Herausforderungen dar und man konnte sich mit den Profi-Läufern messen und genau sehe, wo man lauftechnisch stand.

1.Lauf mit 10 km in 45 Minuten

Ohne große Vorbereitung und mit einer lockeren Einstellung ging ich in den Lauf. Ein Jahr zuvor beendete ich die Läufe in knapp 50 Minuten. Nun gab es eine Verbesserung u 5 Minuten. Bei einigen Kilometern habe ich die Pace mal auf 14: xx km/h testweise erhöht, ohne zu sprinten und ich laufe sie ohne nach der Atemmaske zu schnappen. Wenn mein Trainingsplan aufgeht, wird so eine Pace in absehbarer Zeit keine großen Probleme darstellen. Die zwei Runden durch den Olympiapark sind kurz, aber intensiv und verführen auch dazu, die Strecke zu sprinten.

2. Lauf mit 15km in 1:10h

Geplant war, die Strecke in unter 1:10h zu laufen. Vielleicht lag es auch ein wenig an der kleinen Pause zwischen Weihnachten und Neujahr, wo ich mich ein wenig gehen ließ und es sportlich ein wenig ruhiger wurde. Aber zum Lauftag wurde ich rechtzeitig fit. Die drei Runden liefe größtenteils gut. Allerdings merkte ich ab Kilometer 7, dass an diesem Tag die Beine ein wenig schwerer wurden als sonst. Doch die Pace von 4: xx min/km konnte ich bei allen Kilometerdistanzen halten.

3.Lauf 20km in 1:39

Leider war es einer meiner schwächeren Läufe in diesem Jahr. Allerdings war ich gesundheitlich noch ein wenig angeschlagen und musste einige Strecken bei den späteren Distanzen in der 3. Und 4 Runde ein wenig ruhig angehen lassen. Fit war ich war ich an diesem Tag sowieso nicht. Dennoch bin ich stolz, auch diese Herausforderung gemeistert zu haben. Denn solche Läufe in 4 Runden sind Duelle, für die man trainiert.

Alle Läufe wurden in 3:35h für die insgesamt 45km beendet. Das ist immerhin 16 Minuten schneller als letztes Jahr in meinem ersten wirklichen Laufjahr. Mal schauen, wie stark ich mich beim nächsten Lauf entwickle.

Winterlauserie 2018/19 in Ismaning

 Damit ich im Winter nicht komplett in den Winterschlaf falle, waren natürlich auch die Winterläufe in Ismaning ein Muss. Ismaning besuche ich bei meinen 30km Laufdistanzen sehr oft und dementsprechend hat man mich hier schon öfters getroffen. Die Strecke ist im Winter alles andere als einfach. Ich bin hier schon bei Glatteis und bei dicken Schneeschichten gelaufen und verlor schon das Gleichgewicht bei den Läufen. Wenn das Wetter nicht mitmacht, wird das zu einem fröhlichen Eisschlittschuh Vergnügen.

1.Lauf 13km in 58 Minuten

45 Minuten packe ich locker auf 10 km. Da ist doch ein 13km Lauf in unter 1 Stunde doch möglich. Auch angestachelt durch die vorgegebene Zeit von einer Stunde, lief ich hochmotiviert die Strecke entlang der Isar. Was ich Ende 2018 anders machte, war das lockere Anrollen ins Feld. Ich lief nicht mehr wie der Teufel die ersten Kilometer in 16 oder 17km/h, um später ganz alt auszusehen, sondern passte das Tempo meinen Fähigkeiten an. Und die angepeilte Wettkampf-Pace liegt bei ca. 4:30 min/km. Eine schnellere Pace kommt wahrscheinlich mit höherer Intensität und mehr Erfahrung irgendwann. Aber da muss man einfach Geduld und Disziplin aufbringen.

2. Lauf mit 17 km in 1:24h

Das war leider einer meiner schwächeren Läufe. Es war außerordentlich schwierig, mit Cityrun Schuhen im zentimeterdicken Schnee herumzulaufen. Hier musste ich einen größeren Teil der Strecke mit angezogener Handbremse laufen und sowas ist manchmal ist eine nervige Angelegenheit. Hier habe ich etliche Minuten verloren und der Fluch von schlechten Wetterverhältnissen verfolgt mich auch dieses Jahr wieder.

3. Lauf mit 21km in 1:41h

Einer der Ziele für das Laufjahr 2019 ist eine ordentliche Zeit für den Halbmarathon, ohne gleich wie verrückt durch die Gegend zu sprinten, sondern sie mit einem gleichbleibenden, konstanten Tempo zu laufen. Eine Zielzeit von unter 1:40 sollte eigentlich realistisch sein. Beim dritten Laufe habe hin und wieder bemerkt, dass ich noch nicht den Biss aufbringe, alles reinzustecken, sondern sie im vorsichtigen Tempo zu Ende zu laufen. Aber ich hoffe, dass es nochmal Klick macht wie letztes Jahr, als ich auf einmal die Durchschnittspace für den Kilometer mal so um 15 Sekunden verbesserte. Obwohl ich einige Kilometer mit 14km/h konnte ich die Läufer einfach nicht überholen. Und der größte Laufgegner auf solchen Distanzen ist man manchmal die eigene Person.

Die 51 Kilometer bin ich in knapp 4:03 gelaufen.

Entwicklungsstand nach den Winterlaufserien

Bei sämtlichen Läufen habe ich bei der Winterlaufserie meine Vorjahresleistungen übertroffen die Verbesserungen lagen bei 5-6 Minuten. Teilweise ist es überraschend, da ich ohne große Vorbereitung in die Läufe gegangen bin. Allerdings muss ich mich noch ordentlich steigern, wenn ich meine Marathon- und Utratrail-Herausforderungen dieses Jahr mit angemessener Zeit überstehen will. Doch der Trainingsplan steht und ich bewege mich langsam in die Bereiche, wo ich stehen will.

khoa

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