Mein Laufjahr 2019 in Zahlen – 3500 km und 23 Wettkämpfe

Mein Laufjahr 2019 in Zahlen – 3500 km und 23 Wettkämpfe

Für jemanden, der erst seit 2018 kontinuierlich läuft, sind diese Zahlen zumindest für meine Verhältnisse als Hobbyläufer doch beeindruckt. Man muss schon eine gewisse Selbstdisziplin mit sich bringen, um Monat für Monat rund 300km zu laufen. Doch ich bereue nicht, dass ich unendlich viele Stunden der Lauferei gewidmet habe. Mit jedem Kilometer, den ich gelaufen bin, habe ich mich weiter verbessert. 2019 war ein Jahr, wo ich auf nahezu jeder Distanz mich verbessert habe. Mit diesem Glücksgefühl gehe ich auch 2020 ordentlich zur Sache. Denn die Herausforderungen werden schwieriger und die Laufstrecken werden anspruchsvoller und härter. Doch erstmal lasse ich das Jahr Revue passieren und blicke zurück, was ich erreicht habe.

Das Jahr der Personal Bests – Highlights

Gelaufen bin ich auf mehreren Distanzen von 10km bis hin zum Marathon. Jede Strecke ist an sich eine besondere Herausforderung. Und selbst auf kürzeren Strecken ist die Anspannung groß, wenn es ordentlich zur Sache geht. Zu meinen Highlights gehören aber vor allem die Laufdistanzen ab 30km. Ich widme mein Training der besonderen Herausforderung, über einen längeren Zeitraum bei beliebiger Höhe, meine Bestleistungen abzuliefern. Mal gelingt es mir. Ein anderes Mal halte ich mich allerdings zurück.

Wings For Life World Run mit 30km

Wings for Life World Run Medaille

2016 lief ich noch mit meinem Freund Emil im Rollstuhl zum ersten Mal über 10km und war mächtig stolz darauf, diese Distanz das erste Mal in meinem Leben bei einem Wettkampf gepackt zu haben. Das hat mich auch motiviert, im selben Jahr den Marathon in München zu laufen. 2019 hatte ich allerdings ein anderes Ziel. Die Marke von 30km zu knacken! Das ist immer leichter gesagt als getan. Doch ich konnte im Vergleich zum Vorjahr diesen gewaltigen Sprung setzen und die 30km Marke erreichen. Einen wirklichen Plan, wie ich das machen sollte, hatte ich nicht wirklich. Ich bin einfach sooft gelaufen, wie ich nur konnte. Die Geschwindigkeit lag auf einem konstanten Niveau. Sie war nicht schneller oder langsamer. Ich habe mir einfach diese Pace ausgesucht und bin sie konsequent gelaufen.

Mozart 100 Light mit 31 km

Mozart 100 Lauf

31km sind für mich inzwischen nichts Besonderes. Doch die große Herausforderung liegt in der Streckendistanz und die hat es in sich. Hier geht es ordentlich in die Höhe und ich denke, dass man rund eine bis anderthalb Stunden dazurechnen muss, um sein realistisches Ziel zu erreichen. Top Platzierung erreicht man hier wohl mit einer Zeit von 3:30. Meine Zeit von 4:45 ist noch relativ bescheiden. Doch es war mein erster Trail Lauf mit Höhenmeter bei dieser Distanz. Auf dieser Laufstrecke geht’s teilweise richtig steil in die Höhe. Auf jeden Fall sehr faszinierende Strecke mit toller Aussicht.

Paris Marathon 2019 – die Rückkehr

Paris Marathon 2019

Ein Jahr zuvor lief ich den Paris Marathon im Schneckentempo mit Kamera für Sightseeing Erlebnisse. Zwar habe ich viele Bilder geschossen. Doch die Performance litt darunter. 2019 war der Fokus auf die Laufstrecke gelegt. Das Wetter war perfekt, die Leute hatten gute Laune und ich war in Top-Form. Allerdings galt das nur für die ersten 30km. Der letzte Part ging in die Hose. Von daher war die Zeit von 3:52 Stunden noch eher bescheiden. Für 2020 nehme ich mir Paris wieder zum Ziel und werde mein Training noch weiter verbessern.

Berlin Marathon 2019 – Rückkehr Part II

Berlin Marathon 2019 mit Khoa Nguyen

Der Berliner Marathon ist immer von einer besonderen Stimmung geprägt. Nachdem ich 2018 hier eher bescheidene Leistungen gebracht habe, sollte es in diesem Jahr deutlich besser werden. Mindestziel war eine Zeit unter 3:50 und die habe ich mit 3:46 auch geschafft. Allerdings war hier mehr Krampf als Freude am Laufen. Auch für 2020 wurde ein neues Ziel angesetzt und es ist noch genug Zeit zur Optimierung der Performance. Der Berliner Marathon ist immer ein großartiges Ereignis. Es geht schnell zur Sache und die Stimmung ist absolut bombastisch.

Chicago Marathon 2019 – Premiere in den USA

Chicago Marathon 2019

Die USA war schon immer mein Traumziel für den Urlaub gewesen. Endlich konnte ich mein Hobby mit der Reise kombinieren und durfte die wunderbare Stadt Chicago ansehen. Ein Problem gabs beim Lauf allerdings. Ich war zuvor krankheitsbedingt geschwächt und lief mit halber Flamme und grünem Gesicht auf der Strecke. Die ersten Kilometer waren noch passabel. Doch im Laufe der Zeit überholten mich nach und nach die meisten Läufer auf dem Feld. Es war natürlich kein schönes Erlebnis. Doch ich dachte mir: Was solls? Dann laufe ich die Strecke im Joggingtempo bis ins Ziel. Die Zeit von 4:12 war hier vergleichsweise noch ein Erfolgserlebnis beim damaligen körperlichen Zustand.

Der Chicago Marathon ist aber ein großes Highlight mit einer flachen Strecke und einem atemberaubenden Publikum. Selten habe ich so ein enthusiastisches Publikum erlebt. Einfach nur der Hammer und ich bin droh, dass ich diesen Lauf durchgezogen habe.

Allgäu Marathon 2019 – meine Bergmarathon-Premiere

Allgäu Panorama Marathon 2019 - Laufbericht meiner Bergmarathon Premiere

Vor dieser Herausforderung hatte ich große Ehrfurcht. Denn es ging bei einer Marathondistanz auf über 1300hm. Die Strecke an sich ist einen Tick leichter als Mozart 100. Ein gemütlicher Joggingtag in den Bergen ist es allerdings nicht. Es ist ein zäher Kampf, bei der man zwischen Wohlfühltempo und Wettkampftempo wechselt. Ein Panoramalauf ist es auch und hier macht der Marathon seinem Namen alle Ehre. Die schwierige Passage zwischen Kilometer 13 und 23 sind meiner Meinung richtungsweisend für die tatsächliche Performance am Ende. Wer sich dieser Herausforderung stellen will, dem kann ich den Allgäu Panorama Marathon sehr empfehlen. Top Organisation, wunderschöne Laufstrecke und ein großartiges Publikum, das die Leute anpeitscht.

Blick auf 2020

Für 2020 habe ich weitere große Ziele ins Visier genommen. Es werden wohl mindestens 4 Marathonstrecken in Angriff genommen. Eine Berg-Laufstrecke jenseits der 42 Kilometer steht auch noch an. Das wird die vielleicht größte sportliche Herausforderung sein. Was die Geschwindigkeit angeht, wird die Pace auf 14,xx km/h erhöht. Auch im Training wird das Tempo nach und nach erhöht.

khoa

Halbmarathon- und Marathondistanzen sind meine Lieblingsdistanzen, die ich seit 2016 mit großer Leidenschaft laufe. Inzwischen trainiere ich seit über einem Jahr aktiv an meiner Performance und berichte hier gern über meine Lauffortschritte.

2 Gedanken zu “Mein Laufjahr 2019 in Zahlen – 3500 km und 23 Wettkämpfe

  1. Hey,

    bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen. Sehr interessant, wie du deinen Werdegang beschreibst. Ich kann dir noch den Hermannslauf in Bielefeld/Detmold sehr ans Herz legen. Der geht auch über 31km mit einem sehr schönen Streckenprofil. Vielleicht sieht man sich nächstes Jahr! :–)

    VG
    Matthias

    1. Hallo Matthias,
      Danke für deinen Kommentar und die Empfehlung :). Die Streckenempfehlung hört sich sehr interessant an. Ich schau es mir mal genauer an und Lust hätte ich schon. Dieses Jahr ist es ein wenig rarer mit den Laufevents. Aber das ändert sich hoffentlich.

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