Laufjahr 2018

Mein Laufjahr 2018 in Zahlen: 3600 km & 25 Wettbewerbe

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Es war ein sehr bewegtes Sportjahr und nachdem ich 2017 mit den wenigen Wettbewerben so richtig Lust aufs Laufen hatte, wollte ich in diesem Jahr natürlich richtig durchstarten. Wenn man so will, dann war das Jahr 2018 das erste Jahr, wo ich richtig angefangen habe zu trainieren. Schließlich war die Intensität der Trainingseinheiten und die Zahl der Wettbewerbe natürlich eine andere Dimension. Obwohl noch ein Rennen aussteht, kann ich mit Stolz zurückblicken und auf ein verletzungsfreies Laufjahr zurückblicken.

Meine Bilanz in kurzen Zahlen

Sage und schreibe 3600 km bin ich insgesamt im Training und im Wettkampf gelaufen. Das ist eine Intensität, die mehr als 3 Mal so hoch ist im Vergleich zum Vorjahr, wo „nur“ 1100 km gelaufen wurden. Was auch richtig erstaunlich war: die bessere Pace kam nicht innerhalb von wenigen Monaten, sondern zeigt sich urplötzlich bei den Wettkämpfen unerwartet. Wer es sich vornimmt kontinuierlich und intensiv zu trainieren, wird den Trainingseffekt nach mehreren Monaten spüren. Bei mir dauerte es ein halbes Jahr, bis ich die Halbmarathonstrecke mit einer Durchschnittspace von besser als 5: xx min/km laufen konnte. Ein halbes Jahr später verbesserte sich die Pace nochmals um die Zeit um 4:30 min/km und besser. Inzwischen war ich zeitweise über einige 3: xx min/km Runden erstaunt.

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Anzahl gelaufener Kilometer
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Anzahl Laufwettbewerbe
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Verbesserung min/km in Sekunden im Vergleich zu 2017
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Anzahl Marathon in 2018

Wenn ihr mich fragt, dann kommt der Fortschritt im Training im Laufe der Zeit. Das kann man natürlich nicht voraussagen, wie lange es dauert. Aber es macht auf jeden Fall Klick und dann ist die Lauffreude immens groß. Hätte ich es vor einem Jahr noch für unmöglich gehalten, in der Freizeit die 21km am Stück zu laufen, fiel es mir in den letzten Tagen erstaunlich locker und leicht. Sind zwar eher ruhige Joggingrunden, dennoch hat sich die Grundlagenausdauer deutlich verbessert!

Meine 3 Marathon Highlights im Jahr

Für 2018 wollte ich an mindestens 3 Marathons teilnehmen. In der Überlegung stand noch der Lauf in meiner Heimat Allgäu an, der für 2019 als Bergmarathon oder Ultralauf eingeplant ist. Tatsächlich habe ich an 3 Stadtmarathons teilgenommen und jeder Lauf war was Besonderes

Electric Schneider Paris Marathon 2018

Der Marathon in Paris sollte eigentlich nur eine gemütliche Sightseeing-Tour durch die Stadt sein und dementsprechend drosselte ich das Tempo einige Stufen herunter, um die wunderschöne Stadt bei sommerlichen Temperaturen mit der Cam zu genießen. Eine kleine Lektion, die ich dabei gelernt habe: das kann man nicht bei einer 42km Strecke eigentlich nicht machen. Und so wurde die Strecke ab Kilometer 30 eigentlich eher die Tour de Leiden und Qualen. Ich war auch nicht mehr im Flow drin, um wieder auf mein Wettkampftempo hochzuschalten und von daher dachte ich einfach: egal, seis drum! Dann joggen wir die Strecke einfach zu Ende. Was ich dabei aber unterschätzt habe, waren allerdings die Emotionen auf der Strecke. Ich sah Tränen, Leid, Erleichterung und schmerzerfüllte Gesichter. Es hat mich doch emotional ein wenig mitgenommen und ich werde 2019 wiederkommen und in Bestverfassung die Strecke runterlaufen.

Der Marathon in Paris findet jährlich im April statt gehört den größten in Europa. 2018 gingen rund 45 Läufer an den Start! Den Streckenrekord hält Kenenisa Bekele aus Äthiopien mit einer Zeit von 2:05:03 Stunden sowie Purity Cherotich Rionoripo aus Kenia mit einer Zeit von 2:20:55. Das erste Rennen fand 1976 statt.

Nähere Infos zur Anmeldung erhaltet Ihr hier unter https://www.schneiderelectricparismarathon.com/en/. Die Anmeldung ist an sich unkompliziert. Ihr braucht allerdings ein Gesundheitszertifikat. Am besten die Vorlage ausdrucken und befüllen lassen. Ein Startplatz kostet zwischen 89 und 119 Euro je nach Anmeldezeitpunkt.

Im Grunde sieht man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, auch wenn sie ein wenig entfernt am Laufgeschehen zu bestaunen sind. Vielleicht hilft dieses Video:

Berlin Marathon

Der Berlin Marathon gehört zu den größten Highlights eines Läufers. Einer der Abott World Major Marathon Events verspricht neue Bestzeiten auf sehr flacher Strecke. Von der Stimmung her war es eines der größten Highlights, die man erleben kann. Zusammen mit einer Vielzahl an Läufern, die aus allen möglichen Ecken der Welt kommen, läuft man mit der Masse vorbei an feiernden Menschenmassen, Musikbands und allen möglichen Sehenswürdigkeiten. Allein die Strecke bis zum Friedensengel ist Gänsehaut pur. So ein Event kann man nicht in Worte beschreiben. Man muss es schon selbst miterlebt haben, um dieses Feeling zu spüren.

Allerdings habe ich den Fehler beim Lauf gemacht, dass ich vom Tempo ab Kilometer 16 runterging, um zum späteren Zeitpunkt wieder durchzustarten. Allerdings kann sowas extrem fatal sein, wenn man wieder in den Joggingmodus befindet. Da geht der Flow natürlich verloren und später kann man das mit der zunehmender Dauer und Intensität kaum noch ausgleichen. Nichtsdestotrotz war der Lauf ein einzigartiges Highlight!

Der Marathon in Berlin gehört neben dem Londoner Marathon zu den Abott World Major Events (insgesamt gibt es 6 weltweit) und ist somit eines der bedeutendsten Laufevents der Welt. Auf flacher Strecke sind regelmäßig Bestzeiten garantiert. So lief Eliud Kipchoge den Marathon in unfassbarer Zeit von 2:01:39 Stunden. Das ist Weltrekord für die Geschichtsbücher.

Unter https://www.bmw-berlin-marathon.com/deine-anmeldung/infos-zur-anmeldung/allgemein/ erhaltet Ihr allgemeine Infos. Ein Startplatz kostet in der Regel 125 Euro!

Die Strecke vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule ist ein Genuss. Extra Motivation erhält man durch die zahlreichen Zuschauer und Musikbands. Da bleibt wenig Zeit für Sightseeing auf der schnellen Strecke.

München Marathon

Der Münchner Marathon bildete dann die finale Marathon Herausforderung in diesem Jahr und obwohl die Strecke einen Tick schwerer ist und durch mehrere Kurven und Abbiegungen führt, war der Einlauf in das Olympiastadion einfach nur pure Freude. Wer die ganze Strecke nicht laufen will, kann auch Halbmarathon oder 10km laufen. Allein der Start vom Olympiastadion ist immer wieder ein unvergessliches Erlebnis und mit dem Lauf durch den Marienplatz und entlang der Leopoldstraße wird die Motivation beim Laufen hochgehalten. Der Lauf 2018 war bereits mein dritter Marathon in München hintereinander und nächstes Jahr fällt er leider aus, da ich zeitgleich in Chicago meine nächste Abott World Marathon Major Medaille hole.

Der Münchner Marathon gehört zu den bedeutendsten Marathonstrecken in Bayern und findet seit 1972 statt. Neben der 42km Strecke können die Läufer sich auch für die Halbmarathonstrecke, den 10km Lauf (auch als Staffel) anmelden. 

Je nach Anmeldezeitpunkt kostet das Ticket zwischen 78 und 98 Euro! Mehr Infos zu den jeweiligen Disziplinen findet Ihr hier: https://www.generalimuenchenmarathon.de/anmeldung/

Die Strecke verläuft am Anfang durch den Olympiapark, eine Weile durch den Englischen Garten, im späteren Abschnitt durch die Innenstadt, vorbei am Königsplatz durch die Leopoldstraße und endet im Olympiastadion.

Unzählige Halbmarathon- und 10km Distanzen

Ich bin in diesem Jahr unzählige Halbmarathon-Distanzen (im Training sogar längere Strecken) gelaufen und jedes Ereignis war an sich ein Highlight. In Mailand, im Allgäu, in Fürth, in Füssen, in Augsburg, der Stadtlauf in München war jeder einzelne Lauf ein Highlight an sich. Die größte Stimmung gabs aber an einem Ort, an dem ich das vorher nicht unbedingt erwartet hätte: der Halbmarathon in der Stadt Fürth war stimmungstechnisch absolut unvergleichlich. Die schönsten Läufe auf der 21km Strecke waren meiner Meinung die im Allgäu beim Panoramalauf sowie in Füssen.

Vor allem die Laufstrecken in den Alpenlandschaften sind unvergleichlich. Man hat besonders im Sommer ein Panoramabild mitten vor sich und weiß gar nicht so recht, ob man noch laufen oder kurz innehalten und die Aussicht genießen soll. Hier habe ich meine Zeit um 15 Minuten gegenüber dem Vorjahr verbessert und dementsprechend bin ich gespannt, wie stark ich mich noch weiterverbessern kann.

Was ich mir fürs neue Jahr vornehme

 

Besonders im Dezember merkte ich im Training, dass ich problemlos den einen oder anderen Kilometer in einer 3: xx min/km Pace laufen kann. Bin zwar noch davon entfernt, so eine Geschwindigkeit auf längeren Strecken zu laufen. Aber die Zukunft wird mich eines Besseren belehren. Hauptsache ist aber, dass ich zusammen mit den anderen Teilnehmern stets viel Spaß beim Laufen aufbringe und wenn man sieht, welche Strecken und Herausforderungen rund um den Globus vorhanden sind, dann ist die Motivation für größere Herausforderungen stets gegeben.

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